Vögel (2003)

Eine Komödie über eine freie Gesellschaft die der Verführung zur Macht und zum „Staat neu“ erliegt, sich dann aber wieder für die gesellschaftliche Freiheit entscheidet und ihre Verführer auf die Hinterbank verbannt.
„Schön, wenn man Flügel hat. Sie sind nützlich und süss. Beispielsweise im Theater. Sollte das Trauerspiel zäh, dein Magen aber hungrig sein, fliegst du rasch nach Hause, nimmst dort ein Frühstück, dann flatterst du vollgestopft auf deinen Platz zurück. Und hast du Lust zum Scheissen, brauchst du es nicht ins Hemd zu schwitzen, drücks einfach raus und lass es fallen, als Vogel brauchst du kein Örtchen, dir gehört der ganze Himmel. Ja, schön, wenn man Flügel hat. Und ein Schnäbelchen! Kaum ist der Mann deiner Liebsten ausgeflogen, schwirrst du zu ihr, um sie kräftig durchzuvögeln, epopoi popopoo popopoi, io io ito, io io ito!“ (Aristophanes/die Vögel)

Besetzung

Regie: Martin Gruber
Text: nach Aristophanes
Dramaturgie, Produktion: Martin Ojster
Komposition: Ulrich Gabriel
Kostüm, Ausstattung: Alfred Mayerhofer
Electronics: Martin Kratochwil
Licht: Andrea Korosec
Regieassistenz: Yvonne Zahn
Foto: Philipp Horak
Rendering: Roman Saravia
Mit: Alexander Aiman El Dib, Michael Dolan, Milos Galko, Rüdiger Hentzschel, Christian Reiner, Vladislav Soltys, Katarina Vlnieskova, Susanne Wisiak
Chor: Martina Eisendle, Edith Gruber, Alexandra Abbrederis, Elke Maria Reidmann, Siegbert Pacher, Nevenka Komes, Lisa Maria Rümmele, Tamara Gruber

Presse (Auswahl)

„Gruber hat ein orgiastisches Wunderland in Szene gesetzt, in dem es vor Leben und Lust nur so wuselt …. dem internationalen Schauspiel-, und Tanzensemble wird – aktionstheater gemäß – einiges abverlangt, doch die bemerkenswerten DarstellerInnen werden den hohen Ansprüchen gerecht. Ein berauschendes Stück Theater, ganz im dionysischen Sinne.“ (Carola Kilga, VN)

„Schön wenn man Flügel hat, auch schön, dass sich die Inszenierung zeitweise in lichte Höhen aufschwingt: ein Chor und acht Theaterkünstler bieten eine Mischung aus Performance, Tanz und Schauspiel. Die Darstellung der Vögel fasziniert und verwirrt. Eine alternative Theaterfahrung, die von Phantasie und Originalität zeugt.“ (Oliver Werner/Kronenzeitung)