URT (2006)

Uraufführung

Ein musikalisch – theatralisches Bühnenereignis über Sprachgrenzen, Ortstafel verrücken und andere  Stammesrituale.
In einer nahen Zukunft: der Wissenschafter Alpha  dringt bei seinen Forschungen in das Sperrgebiet eines „ausgegrenzten Landes“ ein und macht sensationelle Entdeckungen. Neben merkwürdigen Ortstafeln (…URT kann er gerade noch entziffern), entdeckt er ein lange für ausgestorben geglaubtes Volk. Aus der Ferne beobachtet er Mitglieder des Stammes wie den Ongstschas, die Sonnenbraune Mehrheit, den letzten Abwehrkrämpfer und eine ganz neue, alte Welt entsteht so vor seinen Augen. Fasziniert betrachtet er die musizierenden und singenden Untersuchungsobjekte und deren unbeirrtes Wühlen im eigenen Dreck, ihr Schmoren im selbstgebrauten braunen Heimatsaft und ihren unbändigen Drang zur Vollendung der „Feia“.

Besetzung

Regie: Martin Gruber
Text: Andreas Staudinger
Dramaturgie, Produktion: Martin Ojster
Script: Martin Gruber, Martin Ojster
Musik: Martin Kratochwil
Bühne, Video: Martin Platzgummer
Regieassistenz: Hacer Göcen
Mit: Maximilian Achatz, Christian Dolezal, Florian Kovacic, Roswitha Soukup, Tini Trampler, Christian Reiner

Presse (Auswahl)

„Urangst. Mir samma mir. Lautet die fast schon comichafte Überzeichnung einer verrückten Ortstafel – Realität. In ihr mutieren die Kasnudalan zum nationalstolzgeschwellten Gradmesser der unterschwellig aggressiven „Sonnenbraunen Mehrheit, während ein lachtränender „Ongstschas“ hyperventilierend im Netz der Yu(r)go-Albträume Wandelt .“ (Neue Kronen Zeitung)

„Abwehrk(r)kampf mit Kriemschild. Das aktionstheater ensemble, unter der Regie von Martin Gruber hält den Kärntnern und ihren unendlichen Ortstafelgeschichten einen bitterbösen, absurden Spiegel vor.“ (Kleine Zeitung)

„… so etwas Schrilles, Tragikkomisches und Wahrhaftiges wie URT habe ich noch nie auf der Bühne gesehen.“ (Paul Harather, Filmregisseur)

„ ….Für mich der spannendste Theaterabend der letzten Jahre. Eine erschütternde weil punktgenaue Sicht auf die Untiefen der Kärntner Seele. Tiefschürfend, grotesk und unglaublich komisch!“ (Janko Messner, Schriftsteller)