Zorn (2010)

Uraufführung

In “ZORN” widmet sich nun das aktionstheater ensemble u.a. dem Phänomen des „Wutbürgers“. Im Gegensatz zum „gesellschaftlichen Typus, der mit der Tradition bricht, dass zur gesellschaftlichen Mitte auch eine innere Mitte gehört“ (der Spiegel) geht unser Protagonist nicht auf die Barrikaden. Vielmehr verschanzt er sich hinter diesen: Wir geben die Bühne frei für einen ebenso persönlichen wie politischen Erregungszustand: Zorn. Im Stück dreht ein Durchschnittsbürger seinen Ärger auf und führt ihn gegen Ende des Stücks an den Rand der Eskalation.

Besetzung

Regie: Martin Gruber
Darsteller: Tobias Voigt
Text: Interview geführt von Martin Gruber mit Tobias Voigt, zornige Menschen, aktionstheater ensemble
Video, Bühneninstallation: Pablo Leiva, Edward Chapon
Musik: Bert Preiss
Live-Vocalperformance: Doris Steinbichler
Dramaturgie, Produktionsleitung: Martin Ojster
Regieassistenz: Brigitte Plankl

Presse (Auswahl)

„In Martin Grubers Produktion werden Wutzustände teilweise hochexplosiv… vom kleinkarierten Zorn und der Wut, die man aus alltäglichen Situationen kennt bis hin zur Konsequenz des Zorns in einem größeren politischen Spektrum.“ (Ramona Rüdisser, der Standard)

„Provokant und exzentrisch… Ein Gesamtkunstwerk mit moderner Medientechnik und doch viel Live-Performance, die den Künstlern einiges abverlangt. Texte, Geräusche, Töne und Bilder ergeben ein stimmiges Gesamtbild und zeigen eindrucksvolle Sensibilität und Auseinandersetzung mit dem Thema. Alles in allem ein Aufschrei, ein Aufrütteln und auch eine Befreiung – mit allen Sinnen, dann geht es uns besser.“ (Anna Bock, Neue)

„Martin Gruber verwirrt sein Publikum mit seiner neuesten Produktion „Zorn“, einer Art avantgardistischem Kabarett, einer modernen Parodie auf die Wutzustände des Durchschnittsbürgers. Eine große Zahl von Stammtischthemen wird von einem ganz hervorragenden Schauspieler mit einer gehörigen Portion hintergründigem Humor ins Publikum geschleudert. Regisseur Martin Gruber hat den Schauspieler sehr genau geführt, jede Bewegung stimmt, die emotionalen Zustände sind punktgenau herausgearbeitet und sichtbar gemacht.
 Am Schluss bedankte sich das Publikum mit einem kräftigen Applaus.“ (Dagmar Bauz, Kultur)