Werktagsrevolution (2013)

Uraufführung

Eine Rockband, sechs Arbeitssuchende, sechs Träume, sechs Existenzängste, sechs dunkle Wolken am Karrierehimmel der „shiny happy people“. Die Einen blicken auf ihr halbes Berufsleben zurück, die Anderen haben ihre Karriere noch vor sich. Die Personen könnten unterschiedlicher nicht sein, was sie eint ist der Wunsch die Zukunft nach den eigenen individuellen Vorstellungen zu gestalten. Vorstellungen, die sich mit den Anforderungen des „Marktes“ jedoch nicht unbedingt zu decken scheinenDenn den Jobsuchenden wird nichts mehr gebotenDa hilft nur noch eines: Schweinedreck, Schneckengatsch und BUMM.
Vor der Drohkulisse horrender Arbeitslosenzahlen in Europa erarbeitete Regisseur Martin Gruber, zusammen mit der vielfach ausgezeichneten jungen Dramatikerin Claudia Tondl  (zuletzt Peter TurriniDramatikerstipendium), seinem Schauspielensemble und der Musikformation Morbidelli Brothers eine hypertrophe Sprach- und Musikperformance, die der schönen neuen Arbeits(losen)-Welt eine gehörige Portion Poesie entgegenschleudert.

Besetzung

Konzept und Regie: Martin Gruber
Text: Claudia Tondl
Dramaturgie, Produktion: Martin Ojster
Musik: Morbidelli Brothers
Ausstattung: Valerie Lutz
Video: Felix Dietlinger
Regieassistenz: Annina Weiss
Technik: Florentina Kubizek

Mit: Aaron Arens, Babett Arens, Susanne Brandt, Michaela Bilgeri, Wolfgang Lesky, Philipp Stix und  Morbidelli Brothers (Andreas Dauböck, Werner K., Michael Punzengruber, Günther Woess, Herbert Zgubic)

Presse (Auswahl)

„Martin Grubers furios gespielte Inszenierung zielt schwarzhumorig und gallig mitten ins finstere Herz der Verhältnisse und demonstriert damit, wie schön Theater sein kann.“ (Lothar Lohs, BÜHNE)

„Hoch kompliziert, das heißt qualitätsvoll und dennoch massentauglich. „(Christa Dietrich, VN)

„Den voyeuristischen Blick des Publikums auf die ausgestellten Figuren zu lenken ist eine Sache. Das Publikum aber gleichsam selbst zum Objekt des eigenen Blicks werden zu lassen, eine andere, ungleich schwierigere. Der Regie Martin Grubers ist das geglückt. Die Besucher reagierten mit langem Applaus und Bravos!“ (Angelika Drnek, NEUE)

„Die Frauen (Babett Arens, Michaela Bilgeri, Susanne Brandt) sprechen eher „von sich“, die Typen (Aaron Arens, Wolfgang Lesky, Philipp Stix) präsentieren ihre Zwänge als Checker-Kompetenzen – Autorin Claudia Tondl und Dramaturg Martin Ojster haben diese unveräußerlichen Existenzen monologisch gebaut – und dass Erkenntnisse nicht nur tragisch bleiben, hat mit Grubers liebevollen Verfremdungen zu tun. Solidarität!“ (Petra Nachbaur, DER STANDARD)

„Mit einer faszinierenden Mischung aus Schauspiel. Rockmusik, Tanz und Video setzte Gruber auf große Gefühle und gewann auf allen Linien.“ (Raimung Jäger, BB)