König Hirsch. Ich Kanzler - ein Märchen (2000)

Uraufführung

Ein Stück über den Sündenfall des schwarz-blauen Regierungsantritts. Die Bühne in märchenhaft blaues Licht getaucht, Riesenluftballons und die Musik schaffen eine surreale Atmosphäre, eine Figur mit riesengroßem Kopf und zerfurchter Stirn betritt die Bühne und kündigt sich selbst an. „Ich Kanzler“, bisher nur zweiter im Staat will Erster werden. „Ich Kanzler“ ist eine poetische Geschichte, ein Märchen als Spiegelbild einer Gesellschaft. Eine Parabel über Macht, Liebe und Eitelkeiten in der der Kanzler eines kleinen Inselreiches durch Lug, Trug und anderen unlauteren Methoden die Herrschaft im Lande übernimmt.

Besetzung

Regie: Martin Gruber
Text: nach Carlo Gozzi
Dramaturgie, Produktion: Martin Ojster
Bühne, Kostüm: Valerie Lutz
Musik: Peter Herbert
Regieassistenz: Frank Röpke, Barbara Verhounig-Toth
Mit: Kathrin Ackerl Konstantin, Winfried Hackl, Rüdiger Hentzschel, Marion Kansy, Werner Landsgesell, Massud Rahnama

Presse (Auswahl)

„Das Theaterwunder ereignet sich im Zirkuszelt… zur Typisierung der Personen setzt Gruber auch körpersprachliche Elemente ein, die den Figuren im Zusammenspiel von Mimik, Gestik, Artikulation, Kostümierung und Maske quasi ein Zwitterdasein von Mensch und Marionette verleihen. Der Effekt dieses gesamtkünstlerischen Ansatzes ist ebenso verblüffend wie mitreißend.“ (WIENER ZEITUNG)

„Wundersames Bildertheater. Streng stilisiert und mit einem auf das Notwendigste reduzierten Text lädt Martin Grubers Inszenierung in ein Märchenreich zwischen Raum und Zeit und lässt bizarre Traumgestalten aufmarschieren, die ewigmenschliches vor Augen führen. Ausgestattet von Valerie Lutz bietet sich ein fantastisches Theater, das keinen Zweifel lässt, dass auf der Bühne Kunst stattfindet“ (NEUE ZEIT)

„Carlo Gozzi stand Pate, doch Regisseur Martin Gruber geht bei seiner Bearbeitung von „König Hirsch“ eigene immer faszinierende Wege. Suggestiv das Bühnenbild und die Kostüme von Valerie Lutz. Sehr eindringliche Musik von Peter Herbert. Exzellent das Ensemble.“ (KURIER)

„Es ist ein kleines Märchen über die Eitelkeit, über die Heuchelei, das hier zur Parabel wird: bunt emotionsgeladen – und gültig. Theater das in die Zeit der Wunder entführt und dennoch mit nur allzu gegenwärtigen Tatsachen konfrontiert. Das aktionstheater spielt Carlo Gozzi und erweist sich als ungemein frisch und kraftvoll.“ (VORARLBERGER NACHRICHTEN)