Drei Sekunden (2013)

Uraufführung. Eine schaurig schöne Reise durch die Angst ins Glück.

Stell dir vor du stehst auf einer Bühne und durchlebst alle deine Ängste. Du stehst vor einem Abgrund und du möchtest  springen. Natürlich traust du dich nicht! Die Schauspielerinnen und Schauspieler des aktionstheater ensembles erledigen das für dich.Regisseur Martin Gruber, Autor Wolfgang Mörth und das aktionstheater ensemble führen mit dem atemberaubenden Sounddesign von Kmet lustvoll durch die schönsten Momente der Angst: Mit Karacho durch unsere Traumata und dann lassen wir los! Alles echt? Alles Traum? Alles Theater? Schwindelgefühle und aus!

Besetzung

Konzept, Regie: Martin Gruber Text: Wolfgang Mörth Dramaturgie: Martin Ojster Musik: Florian Kmet Bühne, Licht, Installation: Felix Dietlinger Regieassistenz: Annina Weiss Mit: Roman Blumenschein, Susanne Brandt, Kirstin Schwab

Presse (Auswahl)

„Das aktionstheater ensemble geht auf Konfrontationskurs und reißt nieder was sich ihm in den Weg stellt. (…) Regisseur Martin Gruber kennt kein Pardon und lässt jeden traumatischen Moment durch die Körper seiner Figuren jagen. (…) dabei verwachsen all diese Momente in der äußerst exakten Regie zu einem Reigen der existenziellen Gefühle – mit etwas Minderem gibt sich der Regisseur nicht ab. (…) Zur ungemein sensiblen Musik von Florian Komet zeigt das Schauspielensemble die wohl traurigste Showeinlage der Welt. Die drei liefern eine rauschhafte Performance und doch ist einer der stärksten Moment des Abends jener Schluss, wenn auf der Bühne nur noch Musik und Licht am Werk sind: Das Publikum ist mit sich allein und auf Kmets musikalischem Angst- und Traumteppich kann jeder noch ein paar Schritte weiter gehen – weiter zu sich selbst, zu den eigenen drei Sekunden.“ ( Angelika Drnek, NEUE)

„Wer sich der Angst als Faktor von der Geburt bis zum Tod widmen will, muss viel drauf haben (…) Mörths Texte sind zu schön, zu vielschichtig, zu klug aufgebaut um sie in theatralischen Wiederholungen zu zerstückeln oder mit Sound zu überdecken. Dass weiß Martin Gruber als Regisseur. Und da erinnert man sich an die Theatermechanismen (…) der stilprägenden Berliner Volksbühne. Martin Gruber nimmt sie auf, überführt sie so sanft und intelligent in ein Raum-Bewegungstheater mit großer Wirkung (…) und das hat zu einem Ergebnis geführt, das das Publikum entsprechend feierte.“ (Christa Dietrich / VN)

„Man muss sich die Angst aber nicht gleich zur Freundin machen; es reicht schon, wenn sie sich als Vertraute einschleicht – eine Vertraute, die man lieber nicht hätte und die doch jeder kennt. In Martin Grubers Inszenierung huscht sie durch herabhängende Neonröhren, die das Fürchten strukturieren wie ein Barcode. (…) Das Ergebnis ist ein Kaleidoskop bewegter Monologe, die ihre Präsenz in erster Linie aus der Körpersprache der Akteure beziehen. Denn nie ist der Mensch so sehr auf seine Körperlichkeit reduziert wie in Momenten, da die Angst ihn beutelt. Nie ist er so unfähig zum Dialog, zum Zuhören. Nie so sehr eingesperrt in sich selbst. Atemlosigkeit und Schweißausbrüche, Zittern, Geschrei, wilde Verrenkungen prägen denn auch das Spiel. (…) Denn auch wer einen bestimmten Schmerz, eine präzise zu verortende Angst nicht kennt: der Körper des Menschen ist ein Gedächtnis, das weiter reicht als die konkrete Erfahrung. „Drei Sekunden“ spitzt dieses Wissen zu, bis es dem einzelnen Zuhörer, der einzelnen Zuseherin schmerzhaft ins Herz sticht. Vielleicht gibt’s für Kermit ja einen Muppet-Himmel. Für uns gibt’s da oben nur Boeings mit Killerviren an Bord. Dafür hier unten ein befreites Gelächter.“ (Ingrid Bertel / Kulturzeitschrift / ORF)