Martin Gruber

geb.1967

studierte Schauspiel

gründete 1989 das aktionstheater ensemble

Martin Gruber ist ein österreichisch-italienischer Theater-, Opern- und Musiktheater-Regisseur. Er studierte Schauspiel und gründete 1989 die Theaterformation „aktionstheater ensemble“ mit der er an zahlreichen Häusern in Österreich, Deutschland und der Schweiz gastierte und bei zahlreichen internationalen Festivals wie Bregenzer Festspiele, Kurt Weill Festival, Impuls-Festival, Bregenzer Frühling und an den Wiener Festwochen teilnahm.

Gruber begann seine Regiearbeiten 1998 mitmultimedialen Klassikerbearbeitungen von Antigone und Elektra und wurde 1993/1994 mit seiner Bearbeitung der Büchner-Trilogie (Woyceck, Leonce undLena, Danton´s Tod) bekannt.

Nach einer Periode der Zusammenarbeiten mit TänzerInnen und ChoreografInnen änderte Gruber seine Arbeitsweise und erarbeitete mit Schriftstellern wie Franzobel (Schwalbenkönig 2006), Gert Jonke (Platzen Plötzlich, 2008), Christian Uetz (Ulysses Roadmovie 2010), Andreas Staudinger (Paradiesseits 2009), Wolfgang Mörth (Welche Krise 2009 , Working Pure 2011), Caudia Tondl (Wir gründen eine Partei 2012, Werktagsrevolution2013) neue Theaterstoffe und eigene Projekte.

Einen weiteren Schwerpunkt legt Martin Gruber immer auf die Zusammenarbeit mit KomponistInnen, MusikerInnen und bildendenKünstlerinnen. So entstanden zahlreiche Zusammenarbeiten mit dem BassistenPeter Herbert (Nathan der Weise, Peachums Traum), dem Komponisten Gerald Futscher (Miluj Ma, Paradiesseits), den Münchner Symphonikern und den Rockbands 78plus, Morbidelli Brothers (Welche Krise, Ulysses Roadmovie, Werktagsrevolution) oder dem bildenden Künstler Tone Fink (Operette. Apokalypse, Revue Revue. Kunst ist sinnlos) oder Musikprojekte mit den Komponisten Gerald Futscher (Paradiesseits-Sprechoper), Gerold Amann (Oper: der Fundevogel, Sprachunabhängiges Vocalstück: das Albtraummännlein)

Mit seinem langjährigen Dramaturgen Martin Ojster erfand Gruber 2008 die Kunstlounge „Salon d´amour“ die im Magazin4 zu einem Fixpunkt geworden ist und bei der seither zahlreiche österreichischeSchriftstellerInnen, SchauspielerInnen, MusikerInnen, Bands und Videokünstlerinnen aufeinandertreffen. So waren unter andern: Wolfgang Hermann, Daniela Egger, Wolfgang Mörth, Rainer Nikowitz, Andrea Maria Dusl, Monika Helfer, Stephan Eibel, 78plus, Tini Trampler und die dreckige Combo, Zeebee, Morbidelli Brothers, Kmet, Propella uv.a. zu Gast.

Produktionen:

 

2013 „Werktagsrevolution“ von aktionstheater ensemble und Claudia Tondl, Uraufführung

2012 „Wir gründen eine Partei“ von aktionstheater ensemble und Claudia Tondl, Uraufführung

2012 „Romanistan“ Kurz-Filmprojekt über Roma und Sinti

2012 „Wandern“ Stadtprojekt mit 500 SängerInnen

2012 „Salz Burg“ von aktionstheater ensemble und Wolfgang Mörth, Uraufführung, Festspielhaus Bregenz

2011 „Working Pure“ von aktionstheater ensemble und Wolfgang Mörth, Uraufführung

2011 „Zukunftsmaschine“ von aktionstheater ensemble und Andreas Staudinger, Uraufführung, Festspielhaus Bregenz

2011 „Camp Rheintal“ ein Stadtprojekt mit 30 bildenden KünstlerInnen

2010 „Zorn“ von aktionstheater ensemble, Uraufführung

2010 „Ulysses Roadmovie“ von Christian Uetz, Uraufführung, Festspielhaus Bregenz

2009 „Welche Krise“ von aktionstheater ensemble und Wolfgang Mörth, Uraufführung

2009 “Paradiesseits” Oper von Gerald Futscher und Andreas Staudinger, Uraufführung

2008 „Platzen Plötzlich” von Gert Jonke, Uraufführung, Theater am Kornmarkt/Bregenzer Frühling

2008 “Heimat” von Thomas Bernhard

2007 “Cenci” von Antonin Artaud

2007 “Liebe” von aktionstheater ensemble, Uraufführung

2006 “URT” von Andreas Staudinger, Uraufführung

2006 “Schwalbenkönig” von Franzobel, Uraufführung

2005 “Schlachtfest” von Andreas Staudinger, Uraufführung

2005 „Glück“ von Joakim Pirinen, deutschsprachige Erstaufführung

2004 „Revue Revue. Kunst ist sinnlos“ von Wolfgang Mörth, Uraufführung

2004 „Miluj ma – liebe mich“ Uraufführung

2004 „Sinfonie der Stadt“ – „Mahagonny Songspiel” von Kurt Weill, “City Life” von Steve Reich, “Quiet City” von Aaron Copland, mit den Münchner Symphonikern, Kurt Weill-Festival, Dessau

2003 „Perser“ von Aischylos (Neuübersetzung von Durs Grünbein), Österreichische Erstaufführung

2003 „Die Vögel“ von Aristophanes

2003 „je veux je veux“ frei nach Jean Genet – der Balkon (Choreografie: Liz King), Volksoper Wien

2002 „Peachums Traum“ von aktionstheater ensemble, Daniela Egger, Wolfgang Hermann, Musik: Peter Herbert, Uraufführung

2002 „Das Albtraummännlein“ sprachunabhängiges Vokalstück von Gerold Amann, Uraufführung

2001 „Giordano B. Ketzer“ von Andreas Staudinger, Uraufführung

2001 „Sturm“ von William Shakespeare

2001 „von Stadt zu Stadt“ – Ein vokales Klangbild aus 100 Jahren Stadtgeschichte mit 600 Sängerinnen – von Ulrich Gabriel, Uraufführung

2000 „Sitcom.Sie wünschen wir spielen“ von Erik Jan Rippmann, Uraufführung

2000 „Il re cervo. Ich Kanzler – ein Märchen“ frei nach Carlo Gozzis “König Hirsch”
2000 „Bei den Fischers“ von Stefan Eibel Erzberg, Uraufführung

1999 „Operette. Apokalypse“ von Witold Gombrovic

1999 „Totentanz“ von August Strindberg

1999 „Der gesamte Shakespeare, leicht gekürzt“, Städtische Bühnen Augsburg

1998 „Penthesilea.Gender Trouble“ von Heinrich von Kleist

1998 „Das Verantwortungsbüro“ von Stefan Eibel Erzberg und Viktor Wiege, Uraufführung
1998 „Der Fundevogel“, Oper von Gerold Amann, Uraufführung

1997 „Kain“ von George Gordon Lord Byron, Bregenzer Festspiele

1997 „Lorenzaccio.Un Medici” von Alfred de Mussets

1996 „Danton´s Tod spielen“ von Georg Büchner

1995 „Das Mädchen des Poeten”, Uraufführung, Volkstheater Wien

1995 „Woyzeck Love Story“ von Georg Büchner

1994 „Leonce&Lena“ von Georg Büchner

1993 „König Oedipus“ Sophokles

1992 „Nathan, der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing

1992 „Quartett“ von Heiner Müller

1992 „Lysistrata“ von nach Aristophanes/Erich Fried

1991 „Diese ganze lange Nacht“ von Jorge Diaz

1991 „Der schöne Gleichgültige“ von Jean Cocteau

1990 „Valentinade“ nach Karl Valentin

1990 „Der Kuss der Spinnenfrau“ von Manuel Puig

1990 „Elektra“ von Sophokles

1989 „Antigone“ nach Sophokles

Auszeichnungen:

“Gustav Klimt Preis”, “Joseph Binder Award”